Politik für alle Einwohner:innen in Flensburg

Echt sein, kann nur, wer echt ist. Flensburg.

Flensburg L(i)eben

2006 begann ich mich für meinen Stadtteil Fruerlund zu engagieren. 2007 schon fand ich Flensburger*innen, die mit mir zusammen die Wählergemeinschaft "WIR in Flensburg" gründeten. 2008 ermöglichte es uns eine große Wahlbeteiligung als stärkste Fraktion in die Ratsversammlung von Flensburg zu gelangen. Wir stellten den Stadtpräsidenten und erlangten bundesweit als erfolgreichste Wählergemeinschaft Aufsehen. Bis heute treten wir gegenüber den etablierten und bekannten Parteien erfolgreich für lokale Einwohner*innen-Interessen in und für Flensburg ein. Wir sind eine Gemeinschaft von überzeugten Flensburger*innen, die ideologiefrei, unabhängig und parteiübergreifend die sachlich, beste Lösung für uns alle herausarbeitet.

Flensburger von Herzen

Als gebürtiger Itzehoer lernte ich 1994 während meiner Grundwehrdienstpflicht Flensburg kennen. Meine große erste Liebe ist meine Ehefrau Christina. Sie ist gebürtige Flensburgerin. Mit Ihr gemeinsam habe ich in Flensburg seit 2000 meinen Lebensmittelpunkt gefunden. Selbstverständlich sind daher auch unsere drei Kinder "waschechte" Flensburger*innen.

Flensburg ist es wert, ehrenamtliches Engagement zu investieren. Auf höchst unterschiedlichen Ebenen nutze ich daher täglich mein internationales Netzwerk, um die Stärken unseres Flensburgs für uns alle auszubauen.

Sonntag, 13. April 2008

“Warum tust Du Dir das an? Letztlich wirst Du ja doch keinen Einfluss nehmen können.”, hatte mir ein guter Freund gesagt.

“Wäre es nicht erschreckend, wenn Du Recht hast?”, fragte ich ihn.

Und doch bringen mir immer wieder Wähler/innen auf unseren WiF-Informationsständen ähnliche Stimmungsbilder entgegen. Eine gewisse Erkenntnis der Machtlosigkeit gepaart mit dem Vorwand für Einflussnahme keine Zeit zu haben, herrschen in Flensburg – in Schleswig-Holstein, Deutschland?

Demokratie haben wir uns gerade in Deutschland immer wieder hart erkämpft. Viel Blut musste dafür fließen, dass wir alle heute in Freiheit leben können. Freiheit muss man nicht immer mit Waffen verteidigen und gerade in der Kommunalpolitik geht es nicht darum Feinde der Demokratie zu bekämpfen. Aber es geht schon darum Einfluss zu nehmen und seine Interessen für unsere Stadt kundzutun. Es ist eigentlich ganz einfach: 80.000 Augenpaare sehen einfach mehr als 100 – allein deshalb schon sollten wir alle die Entscheidungen, die in dieser Stadt getroffen werden hinterfragen.

Ich habe dies getan und einfach zu viele Ungereimtheiten gefunden. Viele Möglichkeiten miteinander etwas für Flensburg zu schaffen, bleiben ungenutzt. Der Flensburger “Elfenbeinturm” der Macht wird von der Politik und der Stadtverwaltung als demokratische Errungenschaft verteidigt. Entscheidungen werden immer öfter ohne Mehrheit in der Bürgerschaft durchgesetzt. Aber gerade Beteiligung erzeugt das notwendiges Verantwortungsgefühl in der Bürgerschaft um unsere Stadt in eine positive, progressive Zukunft zu entwickeln.

Ich bin davon überzeugt und werde dafür kämpfen, möglichst viele Flensburger/innen bis zur Wahl und auch darüber hinaus für mehr Eigenengagement zu gewinnen.

Montag, 26. Mai 2008

Mit über 22% Rückhalt der Flensburger:innen zieht unsere WiF (WIR in Flensburg) in die Ratsversammlung ein. Ein Traumergebnis welches unseren Einsatz für mehr Bürgerinformation und der Beachtung des Bürgerwillens wertschätzt. Es ist ein gutes Ergebnis für Flensburg. Wir nehmen die Verantwortung seither ernst, mit der uns unsere Wählerinnen und Wähler beauftragt haben, die kleinen und großen Herausforderungen in unserer Stadt transparent zu lösen.

Ich bedanke mich darüber hinaus bei allen Mitbewohnern:innen in Fruerlund. Durch Ihre/Eure Stimmen bin ich mit einem Direktmandat in den Stadtrat eingezogen. Fruerlund liegt mir am Herzen. Ich weiß: Nur in einem gesunden Flensburg wird es auch ein gesundes Fruerlund mit glücklichen Menschen und Tieren in einer gesunden Lebensumgebung geben.

Mein Ziel, die Wahlbeteiligung mit unserem Engagement 2018 zu erhöhen, blieb leider unerreicht. Mit 40% repräsentieren alle Gewählten eigentlich gar nicht die Mehrheit der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger. Dies ist eine Feststellung, die mich trotz des Wahlerfolges traurig stimmt. Jede/r von uns braucht sich nur ein wenig in der Welt umzuschauen und wird schnell feststellen, wie viel Wert ein Stimmrecht hat. Millionen von Menschen würden einiges dafür tun, wenn sie sich aktiv am politischen Geschehen beteiligen dürften. Dieses Recht zu haben und ungenutzt “verpuffen” zu lassen zeugt von einer zunehmend passiven Gesellschaft. Unser Ziel bleibt es, dies zu verändern und die Attraktivität der Politik zu erhöhen.

Ich habe mir vorgenommen, wieder Vertrauen zu schaffen und durch offene Ohren und Augen zu überzeugen.

Herausforderungen steuern.


Ich bin wieder hier. In unserem Revier.